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Pressemeldung zum Rücktritt

Nach 13 Jahren in der Königsklasse erklärte der Baindter Sirg Schützbach (31) heute seinen Rücktritt vom Rennsport.

«In erster Linie habe ich mich so entschieden, weil der Sport extrem teuer wurde und es mir an Motivation fehlt», erklärte Sirg Schützbach. «Acht Jahre konnte ich als Profi meinen Lebensunterhalt verdienen, das ist heute kaum noch möglich.»

Sirg fuhr 16 Jahre in der 500-ccm-Klasse, die letzten 13 davon in der Königsklasse. Von 2002 bis 2008 startete der Schwabe im Langbahn-Grand-Prix, zwei seiner größten Erfolge feierte er mit dem Gewinn der Grasbahn-Europameisterschaft 2002 und dem DM-Titel 2008. 2007 gewann er in Pfarrkirchen seinen einzigen Grand Prix, 2009 stieg er beim Grand Prix in Herxheim als Zweiter erneut aufs Podest.

Er startete in 15 Ländern auf 124 verschiedenen Rennbahnen und legte mit dem Transporter in dieser Zeit über 600.000 Kilometer zurück – das entspricht 15 Erdumrundungen.

Was in Sirgs Sammlung fehlt: Eine WM-Medaille. «Dafür war ich nicht konstant und auf jeder Art Bahn schnell genug», sagt der GP-Sieger. «Nach einer Sprunggelenksverletzung im linken Fuß hatte ich auf kleinen Grasbahnen große Schwierigkeiten. Zudem plagte mich die letzten Jahre meine Pflanzenallergie. Nur absolute Ausnahmekönner sind auf jeder Bahn Weltklasse, ich war das leider nicht.»

«Ich werde mich in Zukunft um das Fahrradgeschäft der Familie kümmern», skizziert Sirg seine Zukunft. «Auch dem Sport bleibe ich in irgendeiner Form verbunden.»